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Das gemeinsame Leben und Lernen von Kindern mit und ohne Behinderungen wird in Tageseinrichtungen für Kinder immer mehr zur Normalität. Dabei wird das Ziel verfolgt, die selbstverständliche Teilhabe der Kinder mit Behinderung und ihrer Familien am Alltag zu fördern. Für die pädagogische Fachkraft bedeutet dies, dass sie sich intensiv mit ihrer professionellen Tätigkeit einerseits und einem zusätzlichen Qualifizierungsbedarf bezüglich des veränderten und erweiterten Aufgabenfeldes stellen muss.
Dieser Zertifikatskurs richtet sich an Mitarbeiterinnen, die in integrativen Einrichtungen arbeiten oder in Zukunft arbeiten werden. Das Ziel ist es, die erforderlichen fachlichen und persönlichen Kompetenzen für die gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderung zu stärken und zu erweitern. Darüber hinaus bietet dieser Zertifikatskurs ein Forum zur Begegnung und zum Austausch zu spezifischen heil-/pädagogischen Aspekten in der integrativen Arbeit.
Die Fortbildungsreihe umfasst 20 Tage und besteht aus einzelnen thematisch abgeschlossenen, aber aufeinander abgestimmten Modulen. Die erfolgreiche Teilnahme an der gesamten Reihe und die Erstellung einer Praxisarbeit mit der Präsentation in einem Kolloquium wird mit einem Zertifikat mit der Bezeichnung „Fachkraft für Integration und Inklusion“ bescheinigt.
Der Zertifikatskurs umfasst 2010 folgendes Modul:
A. Grundlagen der integrativen Erziehung
In diesem Seminar werden wir uns mit folgenden grundsätzlichen Fragestellungen beschäftigen:
- Welches Menschenbild haben wir in der integrativen Erziehung?
- Was heißt “Behinderung”?
- Wie ist die Geschichte und welche Modelle gemeinsamer Erziehung gibt es?
- Welche gesetzlichen Grundlagen gibt es?
- Welche Ziele verfolgen wir durch die gemeinsame Erziehung?
- Wie gestalten sich die Beziehungen unter den Beteiligten?
- Was ist bei der Zusammenarbeit mit den Eltern zu berücksichtigen?
- Wie ergänzen sich Pädagogik und Therapie?
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