|
Bei Kindern wird meistens im Alter von 1 bis 2 Jahren die recht konstante Bevorzugung einer Seite offenbar, wenn die Händigkeitsentwicklung nicht durch weiche Faktoren wie Erziehung („tu es doch lieber ins schöne Händchen“) oder durch Verletzungen gestört wird.
Die Händigkeit ist angeboren, wenn auch bislang noch nicht geklärt werden konnte, welche Mechanismen diese Entwicklung bestimmen. Nur noch in den seltensten Fällen erleben heute linkshändige Kinder, dass versucht wird, aus ihnen aktiv ein Rechtshänder zu machen. Diese Zeiten scheinen zum Glück überwunden. Das heißt aber noch nicht, dass damit eine optimale Förderung, Entwicklung und Bildung der Kinder sicher gestellt ist.
Aus Gedankenlosigkeit werden nach wie vor viele alte und neue Fehler gemacht. Denken Sie nur daran wie sie als Rechtshänderin einem Linkshänder das „Schnürsenkel-Binden“ zeigen oder wo am Gruppen-PC die Maus liegt. Oft gibt es keine Vorbilder und / oder sie ahmen den Rechtshändern nach, in dem Irrglauben, mit dem rechtshändigen Hantieren lebe es sich besser.
Gerade linkshändige Kinder brauchen daher häufig eine sehr bewusste Anleitung, damit sie zu ihrer Arbeitsweise finden können. Auf der Grundlage der Forschungsarbeiten von Johanna Barbara Sattler sind hierzu umfangreiche Hilfen für Kinder, Eltern und Erzieherinnen entwickelt worden.
Im Rahmen dieser Fortbildung wird auf folgende Punkte besonders eingegangen:
- Entwicklung und Bestimmung der Händigkeit;
- Umschulung vs. empfehlenswerte Erziehungsprinzipien;
- Händigkeitstests;
- Tipps für rechtshändige Erzieherinnen und Eltern;
- linkshändige Kinder auf das Malen und Schreiben mit der linken Hand vorbereiten;
- Schneiden mit der Linkshänderschere;
- Musizieren, Basteln, Tisch decken, Turnen sowie
- empfehlenswerte Gebrauchsartikel.
|