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Kooperationsveranstaltung des Fortbildungsinstituts IloMe, der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn und des Diözesan-Caritasverbandes Köln
Nach den vielen mit heißer Nadel gestrickten Neuerungen zum Thema Sprachförderung setzt jetzt wieder eine Rückbesinnung auf die Stärken der Erzieherinnen bei der Sprachbildung der Kinder ein:
von dem sprachlichen Begleiten von Handlungen und dem stetigen Angebot immer neuer Begriffe bis hin zur Frage- statt der Antwortintervention und dem Anstoßen von Denkprozessen.
Wir schauen uns gemeinsam an, wie viel sprachliche Unterstützung möglich ist:
- bei Erzählungen von Geschehnissen,
- bei Schilderungen zu Beobachtungen,
- bei Betrachtungen von Bildern, Kunstwerken und Bilderbüchern.
Dazu zeigen wir anhand von Videoaufnahmen, was eine gute Kommunikation ausmacht, wie Gespräche gestaltet werden können und mit welchen Materialen und Ideen die Erzählfähigkeit der Kinder ausgebaut werden kann.
Ein zur Sprachbildung der Kinder gewiss sehr geeignetes Projekt ist ein Ausstellungsbesuch mit Kinderführung, Workshop und weiteren pädagogischen Aktivitäten.
Während eines Seminartages geben uns die Museumspädagogen einen Einblick in ihre pädagogische Arbeit mit Kindern und erläutern das Programmangebot anhand einer Führung durch eine Ausstellung unter Berücksichtigung der Angebote für Tagesstättenkinder. Anschließend stellen sie Workshopthemen (z.B. Aquarell- / Tuschtechnik) vor; praktische Hinweise zur Vor- und Nachbereitung eines Museumsbesuchs runden dieses besondere Angebot der Museumspädagogen ab.
Für Kinder kann das Museum ein Lernort sein und werden, der nicht nur Wissen vermittelt, sondern ihre Neugier an Kunst und Kultur weckt. Denn die unmittelbare Begegnung mit Kunst setzt sprachliche und gestalterische Prozesse beim betrachtenden Kind in Gang. Durch Beschreiben und Fragen erschließen sich die Kinder ein Kunstwerk und somit kommt der Sprache eine zentrale Funktion in der kreativen Auseinandersetzung zu. Hier kann Sprachbildung durch Kunstvermittlung ansetzen.
Weitere aktuelle Fragestellungen rund um das Thema "Sprachbildung", die zum Informations- und Erfahrungsaustausch einladen, sind:
- Wie viel „Sprache“ kann in dem Austausch des Kindes mit der Erzieherin über das selbstgemalte Bild stecken? Wie lässt sich herauslocken, wie viel Kinder schon wissen und wie gern sie philosophieren?
- Neue und alte Bilderbücher: welche eignen sich besonders zur Sprachanregung?
- Portfolio-Arbeit: wie kann die Erzählfähigkeit der Kinder gefördert werden und wie kann die Elternarbeit damit bereichert werden?
- Wie viel „Sprache“ steckt in der Projektarbeit am Beispiel des Museumsbesuchs zur alltagsintegrierten Sprachbildung und –förderung?
- In welchen weiteren Projekten steckt viel „Sprache“? Ein Daumenkino, das die Bilder laufen lässt oder eine kleine Hörgeschichte?
- Videoanalysen: Wie gestaltet sich eine gute Kommunikation und was bewirkt sie für den Spracherwerb?
- Diskussion: Förderung der Erzähl- und Dialogfähigkeit versus Sprachförderprogamme – der Versuch einer Einordnung.
Das Seminar findet in der Kunst - und Ausstellungshalle der Bundesstadt statt - bestimmt einem guten Ort - über das „Wie“ der Bildung unserer Kinder nachzudenken.
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