|
Der Arbeitskreis „Begleitung für Kinder mit besonderem Förderbedarf“ der Diözesan-Arbeitsgemeinschaft Behindertenhilfe in der Erzdiözese Köln hat im letzten Jahr den Beschluss gefasst, regelmäßig Studientage für die Mitarbeitenden in den integrativen und heilpädagogischen Tageseinrichtungen für Kinder anzubieten.
In diesem Jahr soll das Thema „Werte und Wertekonflikte“ im Fokus der Veranstaltung stehen. Jeder Mensch hat bestimmte Wertvorstellungen verinnerlicht. So sind Erzieherinnen und Therapeuten geprägt von den Wertvorstellungen ihrer Umgebung, ihrer Familien und des Lebensumfeldes, in dem sie aufgewachsen sind und ihrer beruflichen Sozialisation und Rollenvorstellungen.
Die Mitarbeitenden, die im direkten Kontakt mit den Kindern sind, stehen vor der Herausforderung, eigene Wertvorstellungen mit denen der pädagogischen Konzepte und den Erfordernissen der Situation in Einklang zu bringen.
Sie müssen sich aber auch mit den Wertevorstellungen der Kolleginnen auseinanderzusetzen. Wertekonflikte im Team und mit der Aufgabe sind oftmals die Folgen. Wertedifferenzen sind zu klären und im Dialog Lösungen zu erarbeiten.
Um diesen Einklang herstellen zu können, werden die Teilnehmenden nach einer thematischen Einführung eingeladen, zunächst die eigenen Werte in den Blick zunehmen, Wertekonflikte in der Einrichtung zu identifizieren und Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Darauf basierend können die unterschiedlichen Wertevorstellungen der Berufsgruppen, beispielsweise von Erzieherinnen und Therapeuten benannt und die damit verbundenen Handlungsmuster identifiziert werden.
Ziel der Veranstaltung ist es, die Bewusstmachung der individuellen beruflichen Wertevorstellungen zu klären, die Auswirkungen auf das Handeln zu erkennen und die unterschiedlichen Zuständigkeiten konstruktiv zu verzahnen.
Der Studientag wird durch Impulsvorträge, Selbstreflexionen und Arbeit in Kleingruppen abwechslungsreich gestaltet.
|